Anmerkungen zu kritischem Apparat und Sachkommentar

Beiträge des kritischen Apparats und des Sachkommentars sowie sprachliche Erläuterungen erscheinen als Fußnote, Abkürzungsauflösungen und Erläuterungen zu Datumsangaben als Tooltip. Registerverweise öffnen eine eigene Seite.

Kritischer Apparat und sprachliche Erläuterungen

Der Edition liegt jeweils eine Leithandschrift zugrunde. Varianten aus der übrigen zeitgenössischen handschriftlichen Überlieferung werden im Kritischen Apparat angezeigt. Unterschiedliche Ausstattungsmerkmale, z.B. durch eingebundene Drucke, Druckgraphiken und Handzeichnungen, werden hingegen in der Kommentarebene abgehandelt (s.u.).

Marginalien, Verbesserungen und interlineare Einfügungen, die nicht im Haupttext ergänzt werden können, erscheinen im Kritischen Apparat.

Heute veraltete, ungebräuchliche oder aus dem Wortschatz verschwundene deutsche Wörter, einschließlich alter Lehn- und Fremdwörter, werden durch einfache Übertragung in heutiges Deutsch verständlich gemacht. In Fällen, in denen weitergehender Erklärungsbedarf besteht, bietet der Kommentar nötigen Aufschluss. Ausgenommen sind die Fälle, bei denen die Wörter leicht aus den heutigen Wortansetzungen erschlossen werden können (z. B.: bishero/bisher, darbey/dabei, gräntzen/grenzen, Vmbgang/Umgang). Gleiches gilt für die damals übliche Vertauschung der Präpositionen bzw. Vorsilben „für-” und „vor-” (für statt vor Gericht fordern, Fürwitz statt Vorwitz, sich etwas fürnehmen statt vornehmen, fürtrefflich statt vortrefflich usw.)

Bei heute unverständlichen Verschiebungen in der Wortsemantik werden Erklärungshilfen angegeben (z. B. bei Volk für Militärtruppen, Knechte für Fußsoldaten, verdienen für vergelten usw.)., Textstellen mit potentiellen Verständnisschwierigkeiten grammatischer Art bedürfen ebenso einer Erklärung.

Sachkommentar

Der Sachkommentar identifiziert und erläutert Personen, Körperschaften, Orte, Kunstwerke und Texte.

Bei den Kunstwerken und Texten handelt es sich sowohl um den Handschriften beigegebene Objekte wie Druckwerke, Druckgraphik und Handzeichnungen als auch um im Text benannte oder angeführte Gegenstände (einschließlich Architektur) und Zitate. Ausstattungsvarianten in der übrigen Textüberlieferung werden hier ebenfalls berücksichtigt.

Die Identifizierung von Personennamen, geographischen Bezeichnungen und Kunstwerken im edierten Text der Leithandschriften erfolgt über Links zu den entsprechenden Registern, die im Fall der erwähnten Personen alle verfügbaren und für das Textverständnis notwendigen Grundinformationen und gegebenenfalls weitere Erläuterungen bieten:

  • Im Personenregister erhält jede namentlich identifizierbare Person (auch bei Vornamen) einen Eintrag. Ist der Name nicht ermittelbar (z. B. bei Boten, Knechten, Mägden u.a.) wird kein Eintrag vergeben. Ebenso ist Philipp Hainhofer im Register nicht erfasst.
  • Der Körperschaftsregister umfasst Organisationen sowie Organe von Gebietskörperschaften.
  • Das Ortsregister verzeichnet sowohl alle natürlichen Geographika als auch sämtliche Gebietskörperschaften wie Kommunen, Territorien und Verwaltungseinheiten. Der Kommentar beschränkt sich in der Regel auf weniger bekannte und kleinere Orte. Städte wie Augsburg, München oder Nürnberg werden nur nachgewiesen, aber nicht erläutert, außer es handelt sich um eine für das Textverständnis spezifische Information. Außerdem finden sich hier Bauwerke als Geographica, insofern sie von keiner spezifischen kunsthistorischen Bedeutung sind oder in einem Kontext außerhalb von Hainhofers eigenem Text stehen (z. B. einem eingebundenen Druck). Geographische Namen als Teil von Titeln und Personennamen werden in der Regel nicht im Register erfasst, mit einer gewissen Ausnahme bei geistlichen Territorien.
  • Das Objektregister umgreift sämtliche genannten oder integrierten Artefakte: Angewandte Kunst, Architektur, Druckgraphik und Handzeichnungen, Gemälde, Skulptur und Plastik usw.; außerdem andere Gegenstände von historischer Bedeutung und Naturalien.
  • Zitate und wahrscheinliche Zitatanklänge werden mittels eines Kommentars mit Verweis auf den Originaltext und dessen Fundort identifiziert. Die in den Reiserelationen angeführten und integrierten Schriften werden in der Bibliographie nachgewiesen. Die Bibliographie umfasst als Verzeichnis somit sowohl Primärquellen, die im Text der Reiserelationen Erwähnung finden, als auch die für die wissenschaftliche Bearbeitung der Edition verwendete Sekundärliteratur.

Der Sachkommentar gibt Grundinformationen (bei Kunstwerken z.B. Datierung, Material, Maße, Signatur/Bezeichnung und gegenwärtiger Standort), Angaben zu Querbezügen und Stellennachweise zum Vorkommen in Hainhofers Reiserelationen sowie in externen Ressourcen und Referenzdatenbanken, außerdem Literaturnachweise. Darüber hinaus finden sich zumeist noch ausführlichere Erläuterungen zu einzelnen Personen, Orten und Objekten innerhalb des jeweiligen Kontexts.

Abweichende Angaben zu Personen, Orten und Objekten in den alternativen Textüberlieferungen werden nicht in den Registern erfasst, sondern gegebenenfalls durch Stellenkommentare eigens kenntlich gemacht und erläutert.