Federkleidung aus Mittel- und Südamerika sowie aus Afrika

Kategorien

  • Angewandte Kunst
  • sakral/profan: nicht eindeutig zugeordnet
  • außereuropäisch
  • erwähnt

Datierung

wahrscheinlich 16. Jahrhundert

Material/Technik

Vogelfedern

Weitere Angaben

Federkleidung und -schmuck war in der Münchner Kunstkammer in der zweiten Schublade eines unter der Tafel Nr. 14 aufgestellten Kastens deponiert (vgl. Fickler, S. 112: „In der andern Schubladen ligt Indianisch Claiderwerckh von Paradeyßfedern gemacht.“). Es handelte sich dabei um sechs Hauben vermutlich von den Tupinambá in Ostbrasilien, zwei Schurze vermutlich aus Brasilien oder Mexiko, drei Wämser vermutlich aus Mexiko, drei vermutlich aztekische knielange Hosen sowie weitere Federobjekte aus Mexiko oder Peru, außerdem um eine Kopfbedeckung aus Pfauenfedern und anderen Materialien vermutlich aus der Kongoregion. Auf Tafel 27 fand sich zudem noch eine Haube oder Maske aus Federn in der Form eines Raubvogels, vermutlich von den Azteken oder den Timucua in Florida.

Solche Federarbeiten zählten zu den begehrtesten Sammlungsstücken in den europäischen Kunstkammern und stammen zumeist, wie der Großteil der hier aufgeführten Stücke, von den Tupinambá an der Ostküste Brasiliens oder von Bewohnern des heutigen Mexiko.

Vorkommen im Text

  • München 1603, fol. 138v: [...] mit fäden gestickht. / Hüpsche türckhische, Jndianische, klaider / mascheren claider auß federn. / Allerlaÿ selzam türckhisch, Jndianisch / wehren vnd dolchen, vil [...]
  • München 1611, fol. 153r: [...] aine gar große lauten, darbej ain lange tafel / voller Jndianischer klaider vnd federwerck. / Etliche braite stainine tafeln, flach geschnitten, / vnd [...]

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