Zweihänder König Franz’ I. von Frankreich

Kategorien

Datierung

1. Viertel des 16. Jahrhunderts?

Material/Technik

Eisen, teilweise vergoldet, mit rotem Samt überzogene Scheide

Weitere Angaben

Der Zweihänder, den Franz I. von Frankreich angeblich nach der 1525 verlorenen Schlacht von Pavia seinem Gegner übergab, gehört mit dem Leibrock des Königs zu den diesbezüglichen Memorabilien in der Münchner Kunstkammer, wenn auch das Stück in der Beschreibung Ficklers (S. 154, Nr. 1952: „Ein wehr zu baiden henden, mit vergultem Creuz und knopf, auch rott sammaten hefft und schaiden, so hochgedachter Khönig bey sich in gemelter schlacht gehabt.“) von dem in den Quellen überlieferten großen Schwert mit Salamander-Emblem, das Franz I. in der Schlacht genutzt habe, abweicht. Beide Erinnerungsstücke befanden sich in einer Schublade der Tafel Nr. 5. Aufgrund ihrer Prominenz wurden sie häufiger von Besuchern der Kunstkammer erwähnt (neben Hainhofer: Friedrich Gerschow, Christian II. von Anhalt-Bernburg).

Kommentar

Die Angaben zu Schwert und Kriegsrock von König Franz I. von Frankreich und zum Wams des Christoph Adam von Nußdorf, also der gesamte letzte Abschnitt der Kunstkammer-Beschreibung, wurden in der Reiserelation von 1611 offenkundig aus dem Reisetagebuch von 1603 übernommen und mit Blick auf von Nußdorf auch korrigiert.

Schlagwörter

Vorkommen im Text

  • München 1603, fol. 139v: [...] Hain- / rici tertij Francisci I. regis Galliae schwert (welches mit / aim vergulten kreuz vnd sehr schwer) / vnd sein schwarz sammetiner [...]
  • München 1611, fol. 158r: [...] Jn ainer truhen ligt Franciscj primj Königs / in Franckreich schwert (welches sehr schwer, vnd / mit ainem vergulten Creütz) vnd sein / schwartz sametiner Kriegsrockh, mit gold [...]

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