Franz Aspruck

* ca. 1575
✝ ca. 1611

Anderer Name

Franz Asbrugg

Externe Ressourcen

Weitere Angaben

Der aus Brüssel stammende Aspruck war Maler, Kupferstecher, Bild- und Tierbossierer, Reißer und Gießer sowie Gold- und Silberschmied. Von 1598 bis 1603 lebte er in Augsburg, wo er vermutlich Federzeichnungen Sprangers studierte und wo er Vorlagen für Dominicus Custos und Lucas Kilian lieferte. Am 17. Februar 1599 heiratete er in St. Anna Hellena Lutz. 1603 erhielt er von Erzherzog Matthias (ab 1612 Kaiser) den Auftrag, ein Bild des Erzengels Michael in Silber und Kaiser Antonius Pius zu Pferd in Messing zu gießen, was ihm die Vorgeher der Goldschmiede als unerlaubten Eingriff in ihr Handwerk verwehren wollten. Der Rat entschied aufgrund eines Gutachtens der Verordneten über das Goldschmiedehandwerk und mit Rücksicht auf den Auftraggeber zugunsten Asprucks. 1603 ist er im Nachsteuerregister eingetragen, er hat also in diesem Jahr die Stadt verlassen. Hainhofer erwähnt in einem Schreiben vom an Herzog Philipp II. von Pommern vom 5./15. September 1610, dass ihm Aspruck eine Miniatur zum Stammbucheintrag des Grafen Johann Albin von Schlick gefertigt habe. In einem weiteren Schreiben vom 7./17. November 1610 an den Herzog berichtet Hainhofer, dass Aspruck ihm einen „berg“ (Bergwerk oder Handstein) gemacht habe. Hainhofer bezeichnet ihn als ehemaligen Kunstkämmerer des Königs (späterer Kaiser Matthias) in Wien, Aspruck dürfte damals nicht mehr gelebt haben.

Kommentar

1604 trug Aspruck sich in Hainhofers Wolfenbüttler Stammbuch ein (HAB, Cod. Guelf. 210 Extrav., p. 242).

Konfession

  • protestantisch

Vorkommen im Text

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