Johann Fischer

* ca. 1567
✝ 1643

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Weitere Angaben

Hans (bzw. Johannes) Fischer war der Sohn des Augsburger Goldschmieds Gabriel Fischer und trat im Jahr 1581 seine vierjährige Lehre bei Gabriel Schor an. Er kam mit dem Malerhandwerk in Schwierigkeiten, weil er, obwohl noch Malergeselle, 1598 ein auf Kupfer gemaltes Stück an Octavian Secundus Fugger (1549–1600) verkauft und zuvor zwei „Contrafett“ angefertigt hatte, die er gegen goldene Ringe tauschte. Mit Ratsbeschluss vom 30. Juni 1598 wurde ihm die Hälfte der Strafe von 4 Gulden erlassen. Am 14. Mai 1599 erhielt Fischer die Meistergerechtigkeit und stellte am 5. März 1600 Karl Widman, Sohn eines gleichnamigen Arztes, der Malerzunft als ersten Lehrling vor. Im Juni 1623 unterzeichnete er mit den übrigen Meistern ein Gesuch an den Rat um die Zustimmung, dass Sebastian Bachschilt anstelle des verstorbenen Hans Lutz das Amt des Handwerkerdieners übernahm.

Sandrart erwähnt einen Augsburger Maler und Goldschmied Hans Fischer, der von 1580 bis 1643 gelebt und Reisen nach Prag und Italien unternommen habe. Der oben erwähnte Hans Fischer war jedoch kein Goldschmied, sondern Sohn eines Goldschmieds. Er muss auch bereits auch früher geboren sein, da er bereits 1581 seine Lehre antrat und im Musterregister von 1615 sein Alter mit 48 Jahren angegeben ist. Ferner erwähnt Sandrart einen Maler Fischer ohne Vornamen in München, der sauber mit Ölfarben umgehen konnte und Albrecht Dürer kopiert habe. Hierbei dürfte es sich um Georg Fischer handeln, der 1621 in München sein Meisterstück machte und als Dürerkopist bekannt ist. Ein zuweilen in der Literatur erwähnter Maler Hans Georg Fischer existiert nicht.

Kommentar

Der Stadtarzt Karl Widemann (1555–1637) kommt in Hainhofers Bericht von 1636 vor. Einen weiteren Lehrling Andreas Ster aus Augsburg-Lechhausen stellte Fischer am 11. November 1611 der Augsburger Malerzunft vor. Er lieferte Illustrationen für Hainhofers Stammbuch. Fischer lieferte auch mehrer Arbeiten für das Stammbuch Philipps II. von Pommern-Stettin. Schon früher hatte Hainhofer Hans Fischer mit Arbeiten für das Stammbuch des Daniel Ebertz betraut. Er schrieb Ebertz am 19. März 1606 nach Isny, dass der Maler Hans Fischer mit fünf auf Pergament gemalten Stücken beschäftigt sei, es bei ihm aber langsam von der Hand gehe (HAB, Cod. Guelf. 17.22.Aug. 4°, fol. 47r).

Konfession

  • keine Angabe

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