Johannes von Gemmingen

✝ 1463

Anderer Name

Johannes Gemminger

Weitere Angaben

Die in der Reiserelation Eichstätt 1611 genannten Person ist wohl identisch mit Johannes Gemminger aus Öhringen, der zwischen 1427 und 1433 in Heidelberg immatrikuliert war und das Lizentiat des kanonischen Rechts erwarb. Er war ein Rat König Albrechts II. (1397–1439) und zugleich der Mann für besondere bischöflich-baselerische Angelegenheiten sowie die rechte Hand des Bischofs. 1438 in Basel fassbar, ab 1439 als Offizial des Bischofs von Basel belegt, ab 1441 führte er den Titel Dr. decr. Als solcher war er mitwirkend am Basler Konzil, im März und Mai 1448 als Vertreter des Bischofs bei König Friedrich betreffend der Ausweisung des Konzils. Im Juni 1448 war er in Rom bei Papst Nikolaus V. (1397–1455), wo er ohne Ermächtigung Obedienz namens der Stadt, der Priesterschaft und des Bistums Basel leistete. Nach seiner Rückkehr im Oktober 1448 wurde er gefangengesetzt, im Februar 1449 abgeurteilt und durch einen neuen Offizial ersetzt. Er war von 1442 bis zu seiner Resignation Chorherr in Basel und wurde 1448 und 1451 als Dekan des Chorherrenstifts St. Martin zu Colmar erwähnt. 1451 war er als Vertreter des Basler Fürstbischofs Arnold von Rotberg (1394–1458) bei König Friedrich in Wien zum Empfang der Regalien und um 1452 wurde er in Rom als päpstlicher Schreiber erwähnt. Er ist wohl auch identisch mit Dr. decr. Johannes Gemminger, der ab 1456 als Rektor der Pfarrkirche von Heilbronn und 1460 als trierischer Official in Koblenz bezeugt ist.

Konfession

  • katholisch

Vorkommen im Text

  • Eichstätt 1611, fol. 40r: [...] / Ex nobilissima et antiquissima Gemingerorum / familia literis inter alios claruerunt. / Joannes à Gemingen, Iuris Licentiatus, officialis Episcopi / Basiliensis sub Anno 1440. [...]

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