Johann Jakob Guth von Sulz

* 1543
✝ 1616

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Weitere Angaben

Johann Jakob Guth von Sulz zu Durchhausen war herzoglicher Kammermeister und Lehensträger der Sulzer Saline. Herzog Christoph von Württemberg (1515–1568) holte ihn 1568 als Rat an seinen Hof. Er war 1576 adliger Oberrat, 1579 berief ihn Herzog Ludwig III. zu seinem Kammermeister. Dieses Amt übte er bis zu seinem Tod am 22. Februar 1616 aus. Johann Jakob Guth von Sulz war leidenschaftlicher Sammler von Kunstgegenständen und Raritäten. Aus seinem Besitz stammt das sogenannte Stuttgarter Kartenspiel (um 1430), das zu den kostbarsten Beständen des Landesmuseums Württemberg gehört. Sein Sohn Ludwig vermachte die Sammlung gemäß den testamentarischen Bestimmungen seines Vaters 1653 Herzog Eberhart III. von Württemberg (1614–1674).

Kommentar

Hainhofer trug am 6. Oktober 1606 bei einer Reise nach Stuttgart in sein Tagebuch ein, dass er „deß Cammermaisters aines von Sulz kunstkhammer“ gern gesehen hätte, die angeblich über 20.000 Gulden wert sei. Doch hielt sich Johann Jakob Guth von Sulz gerade bei Hof auf, und am Tag danach hatte Hainhofer kein geeignetes Pferd zur Verfügung (HAB, Cod. Guelf. 60.21 Aug. 8°, fol. 197r; s. auch Fey 2017a, S. 83). Bei erneuten Besuchen in Stuttgart am 23. April 1607 (HAB, Cod. Guelf. 60.21 Aug. 8°, fol. 202v; Fey 2017a, S. 83) und am 8. September 1609 (HAB, Cod. Guelf. 60.21 Aug. 8°, fol. 243r) konnte er aber die Kunst- und Rüstkammer besichtigen. Bei seinem Aufenthalt in Stuttgart 1616 muss Ludwig von Sulz, der Sohn des im Monat zuvor verstorbenen Sammlers, Hainhofer durch seine Kunstkammer geführt haben. Während der Besichtigung ließen ihn die Bediensteten des Herzogs von Württemberg an dessen Hof holen, und Hainhofer erhielt die Gelegenheit, die herzogliche Kunstkammer zu besichtigen.

Konfession

  • protestantisch

Ist Urheber von

Vorkommen im Text

  • Wildbad/Heidelberg/Durlach 1615, fol. 247r: [...] holen, Jch soll mich derowegen ein kleines gedulden / so werde mich der Guet (deß Cammermaisters Sohn, welher mit / Hertzog Ludwüg Friderich Beÿ mir hie wahre) zur predig Jn die [...]

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