Katharina von Kolowrat-Liebsteinsky

✝ 1618

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Weitere Angaben

Katharina von Kolowrat-Liebsteinsky, geb. Boymont von Bayersberg, war 1611–1618 Obristhofmeisterin der Kaiserin Anna. Seit 1580 war sie mit Johann von Kolowrat-Liebsteinsky (1552–1616) verheiratet, Oberststallmeister Erzherzog Ferdinands II. von Tirol. Die Hochzeit hatte der Erzherzog selbst ausgerichtet und als prächtiges Hoffest gestaltet. 1611 kam sie als Obersthofmeisterin der Witwe Erzherzog Ferdinands nach Wien, wechselte aber dort nach der Eheschließung von deren Tochter Anna mit König Matthias in den Dienst der Königin. Aus der Wiener bzw. Prager Dienstzeit sind mehrere Briefe überliefert, die vor allem ihre Zuständigkeit für die Finanzverwaltung der Kaiserin dokumentieren. Als Obersthofmeisterin nahm sie 1612 in Frankfurt am Main bzw. 1613 in Prag an den Krönungen der Fürstin teil. Sie starb 1618 im Amt, nur wenige Monate vor der Kaiserin selbst.

Kommentar

Offensichtlich versuchte Hainhofer sie mit einem Geschenk in Form einer Arbeit von Achilles Langenbucher zu bestechen, um den Eintrag in das Stammbuch Herzog Philipps II. zu beschleunigen, denn er schrieb am 4. Dezember 1613 an Philipp II. von Pommern-Stettin: „Der Kaÿserin Hofmaisterin hab Jch was von Achilles Arbeit gschenckt, auf das sie mir Jhrer Maÿestet handtschrifft procuriere“ (HAB, Cod. Guelf. 17.28 Aug. 4°, fol. 53v).

Konfession

  • katholisch

Vorkommen im Text

  • Nürnberg 1612, fol. 262r: [...] , war Jch frue im Frawenzimmer, von / der Obristen Hofmaisterin ainer von Collabroth / hinein geführet, der Kaÿserin die Hand zu kussen, [...]
  • Nürnberg 1612, fol. 262r: [...] ne ansehenliche reliquiae zu bekommen seÿen. Die / Hofmaisterin hat mir auch die namen deß / frawenzimmers geben, nemlich [...]

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