Johann Verdunck

Wirkungsdaten: nachweisbar zwischen ca. 1603 und 1643

Anderer Name

Johann Verdun

Externe Ressourcen

Weitere Angaben

Der Kammerdiener Johann Verdunck (Verdunckh, Verduncken) ließ 1637 vier Bilder von Schleißheim nach München überführen. Er erhielt 1640 und 1645 Gelder für den Ankauf von Bildern (vgl. Diemer 1980, S. 155, Anm. 91a, S. 158, Anm. 191, 195). Verdunck war laut Besoldungsbuch 1629 betraut mit der „extraordinarj Verrichtung bei der Kunst-Camer, Galleria und dergl.“ (zitiert nach: Kellenbenz 1985, S. 494). Er ist wohl identisch mit Johannes Verdunck, der am 25. Januar 1627 in München Ursula, Tochter des Rudolph di Lasso (um 1563–1625/1626) heiratete (vgl. Boetticher 1963, S. 169) und wohnte 1629 in der Residenzstr. 17, wo später sein Sohn Franz Benno ansässig war (ebd., S. 179). Er hatte außer dem Sohn noch vier Töchter und war 40 Jahre lang in Zivil- und Kriegsdiensten gestanden (vgl. Ferchl 1908–1912, S. 139–140). In einem Amulett, das ein Pilger aus Köln 1822 erhalten hatte, befand sich ein „von Verdunckh“, kurfürstlicher Kammerdiener und Guardarobba, 1643 unterzeichneter Zettel, wonach er aus dem Nachlass der Kurfürstin Elisabeth Renata ein Agnus Dei erhalten hatte, das Partikel von den Haaren Mariens enthielt. Später bekam er noch Partikel vom Blut Christi. Dieses Heiltum verehrte Verdunck seiner Tochter Anna de Jesu, die in Köln dem Orden der unbeschuhten Karmelitinnen beigetreten war (vgl. Schmöger 1870, S. 741742).

Kategorien

Konfession

  • katholisch

Vorkommen im Text

  • München 1636, fol. 65v: [...] guardarobba den / Herrn Johann Verdun antroffen, der in / klainem discursu mir gesagt hat, das [...]

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