Wilhelm Peter Zimmermann

✝ ca. 1630

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Weitere Angaben

Wilhelm Peter Zimmermann war ein Augsburger Illuminist, Kupferstecher und Verleger. Vermutlich stammte er aus Savoyen, da sich in den Kupferstecher-Akten die Kopie einer lateinischen Fürschrift des Augsburger Rates an Herzog Karl Emanuel von Savoyen vom 12. Juni 1618 befindet, die Zimmermanns Erbe aus dem Nachlass seines Großvaters Wilhelm Zimmermann aus „Gressones“ (Gressoney-Saint-Jean) betraf. 1595 hatte er Streit mit den Flachmalern, die ihm vorwarfen, in ihr Handwerk einzugreifen, der Konflikt wurde vom Rat geschlichtet. Er fertigte die Blätter zu der Beschreibung der Hochzeit von Herzog Wolfgang Wilhelm von Pfalz-Neuburg und Magdalena von Bayern, die er 1614 in Augsburg druckte. Er verehrte dem Würzburger Domkapitel acht Exemplare dieses Drucks, wofür ihm vier Taler zugeschickt wurden. Er beschwerte sich über die seiner Meinung nach geringe Erkenntlichkeit, bedankte sich aber zugleich dafür. 1618 bat Herzog August d. J. von Braunschweig-Lüneburg Hainhofer um die Übersendung eines Exemplars. Hainhofer versprach, sich darum zu bemühen, er hatte zuvor Herzog Philipp II. von Pommern einen solchen Druck zugesandt. Am 20. Juni 1618 (julianisch) teilte ihm Herzog August mit, dass sich die Anfrage erledigt habe, da er vor kurzem ein Exemplar erhalten habe (vgl. Gobiet 1984, S. 225/26, Nr. 357; S. 230/31, Nr. 363; S. 242–243, Nr. 384). Nachdem Zimmermann und seine beiden Söhne wegen Malens von Vögeln auf Papier mit Gummifarben vom Malerhandwerk bestraft worden waren, wurde ein daraus resultierender Streit mit den Malern am 4. März 1623 dahingehend entschieden, dass Zimmermann als Mitglied der Krämerzunft alle Rechte nach dem altem Herkommen behielt, seine Söhne jedoch das Illuminieren ihr Leben lang ausüben konnten, aber kein Personal beschäftigen durften.

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  • keine Angabe

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