Hieronymus Bechler

* 1570
✝ 1620

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Weitere Angaben

Der aus Augsburg stammende Hieronymus Bechler hatte sich 1590 an der Universität Tübingen, vermutlich an der juristischen Fakultät, eingschrieben und war der Präzeptor von Philipp und Hieronymus Hainhofer, der sie auf ihrer Studienreise durch Italien 1594–1596 begleitete. Sein Vater war Zacharias Bechler (1540–1620), der nach seiner 1586 erfolgten Vertreibung aus dem Amt des Pfarrers der Heilig-Geist-Spitalkirche in Augsburg als Folge des Kalenderstreits nach Ulm gegangen war. Hier stellte sich der Kontakt zur Mutter der beiden Hainhofer-Brüder ein, wodurch sein Sohn vermutlich die Stellung als Präzeptor erlangte. Danach stand er in badischen, zunächst als Untervogt in Pforzheim für Markgraf Georg Friedrich von Baden-Durlach, und ab 1609 als Rentkammerrat in württembergischen Diensten. Er führte für seine Dienstherren auch politische Korrespondenzen und Gesandtschaften aus. 1598 heiratete er in Wildbad Anna Grimm und ließ für sich und seine Familie 1614 durch Heinrich Schickhardt (1558–1635) ein Haus in Stuttgart neu errichten. Das Paar hatte eine Tochter, Agnes (vgl. auch Schickhardt 2013, S. 551), und drei Söhne, Johann Jakob, Christoph und Hieronymus (*1615). Laut dem Fürstlich Württembergisch Dienerbuch (S. 110) ging Bechler 1616 nach Österreich, starb jedoch 1620 in Stuttgart.

Kommentar

Mit Hainhofer verband Bechler nach Ende seiner Tätigkeit als Präzeptor ein langjähriger Briefwechsel insbesondere zu politischen Themen. Der Augsburger Kaufherr folgte ihm 1608 in seiner Rolle als politischer Korrespondent des Markgrafen von Baden-Durlach nach. Auch dessen Kontakt zu Philipp II. von Pommern-Stettin wurde über Bechler vermittelt, als dieser 1610 am Stettiner Hof weilte, um diesen im Auftrag Württembergs für die Protestantische Union zu gewinnen.

Konfession

  • protestantisch

Vorkommen im Text

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