Johannes Campius

Wirkungsdaten: um 1613 bis 1628

Externe Ressourcen

Weitere Angaben

Johannes Campius aus Maaseik im Fürstbistum Lüttich (heute Provinz Limburg, Belgien) war 1613 Kaplan des Kurfürsten Ferdinand von Köln.

Kommentar

Im Jahr 1616 übertrug Peter Rodenkirchen, Abt von Altenberg, dem Lizentiat der Rechte Johannes Campius, Kanoniker zu Maaseik und Feldprediger der seit 1614 in Solingen eingerückten spanischen Garnison, die Solinger Pfarrstelle. Campius hielt zunächst die Gottesdienste in einem Privathaus und später im Rathaus. Erst 1626 kam er aufgrund einer Verfügung Pfalzgraf Wolfgang Wilhelms, der auch über die Herzogtümer Jülich und Berg herrschte und die Rekatholisierung in seinen Territorien durchzog, in den Besitz der Solinger Pfarrkirche, die zuvor den Reformierten gehört hatte. Im selben Jahr wurde er von einer brandenburgischen Streifschar aus der Stadt entführt und erst gegen ein Lösegeld freigelassen. Campius, der die Pfarrstelle durch einen Stellvertreter hatte versehen lassen, verzichtete 1628 freiwillig auf das Solinger Pfarramt. Die aus dem 13. Jahrhundert stammende Chronica regia Coloniensis (HAB, Cod. Guelf. 74.3 Aug. 2°), früher im Besitz von St. Pantaleon in Köln, hat laut einem (später durchgestrichenen) Eintrag auf fol. 192v zu seinem Hausrat gehört.

Konfession

  • katholisch

Vorkommen im Text

  • München 1613, fol. 75r: [...] MONACHII / vitae inirent consortium, obseruantiae, ac debiti obsequij causa missum / A IOANNE CAMPIO SCHOLASTICO MASEYCANO, REVERENDISSImi ET SERENISSImi [...]

Kommentare

Neuer Kommentar

Ihre E-Mail-Adresse wird ausschließlich für Rückfragen verwendet und nicht veröffentlicht. Der Beitrag wird vor der Veröffentlichung geprüft.

Wird geladen …