Jakob Lamb

Wirkungsdaten: zwischen 1596 und 1619

Anderer Name

Hans Lam

Externe Ressourcen

Weitere Angaben

Jakob Lamb (Lam) war 1602 Kammerkanzlist in kurpfälzischen Diensten, ebenso 1608. 1596 hatte er in Kreuznach ein Güterverzeichnis des Klosters St. Peter für die Klosterschaffnerei angefertigt und das Titelblatt mit Bildschmuck versehen..

Kommentar

Bei einem Besuch in Heidelberg 1608 nannte Hainhofer Lamb mit seinem korrekten Vornamen („Jacob Lam“) und bezeichnete ihn als kurfürstlichen Sekretär (vgl. HAB, Cod. 60.21 Aug. 8°, fol. 217r). Über ihn äußerte er sich außerdem in einem Schreiben an Herzog Philipp II. von Pommern-Stettin vom 5./15. September 1610 im Rahmen einer längeren Erörterung über sein Stammbuch, dahingehend, dass Lamb gut zeichnen, jedoch nur kopieren und keine Arbeiten nach eigenen Ideen herstellen konnte: „der Churfürst von Haidelberg hat ein gehaimb secretarium bei Hoff, mit Namen Hanß Lam, der hat auch einen schönen riß an Ihm wie er dan für Ihr Churfr. Dt. vnnd vnd auch für den Chur Fürsten von Mainz [sc. Johann Schweikhard von Kronberg (1553–1626)] vil schön ding gerissen, so Ich gesehen, vnd der Churfr. hin vnd widervmb außschenckht, allein copiret er alles nur ab, vnd kan nichts stellen noch inventieren“ (HAB Cod. Guelf. 17.23 Aug 4°, fol. 167v168r; vgl. Döring 1894, S. 32). Am 14. März 1612 schrieb Hainhofer wiederum an Herzog Philipp II., dass Lamb (wieder mit Vornamen Hans) zwei Federrisse für ihn gemacht habe, die ihm der (mittlerweile verstorbene) Kurfürst Friedrich IV. weggenommen habe. Ein drittes Blatt konnte er aber für Hainhofer heimlich anfertigen (HAB, Cod. Guelf. 17.25 Aug. 4°, fol. 283v284r). Lamb signierte im Großen Stammbuch Hainhofers das Albumblatt Friedrichs V. von der Pfalz mit „J. Lamb“ (p. 27).

Lamb könnte identisch sein mit Jacob Lamb aus Kreuznach, der sich 1608 in Heidelberg in das Stammbuch des Zacharias Straube eintrug (Dresden, Sächsische Landesbibliothek – Staats- und Universitätsbibliothek, fol. 31v). Ein „Jacobus Lamb, Crucenacensis, pro tempore Scriba provincialis“ trug sich ferner am 3. Oktober 1619 in Heidelberg in das Stammbuch des Johann Jacob Callenfels ein (Lauf-Nr. 20).

Konfession

  • protestantisch

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