Georg Michael Lingelsheim

* 1556
✝ 1636

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Weitere Angaben

Georg Michael Lingelsheim war Jurist, Beamter und späthumanistischer Gelehrter. Seit 1587 war er kurpfälzischer Rat, nachdem er zuvor bereits zum Erzieher des jungen Kurfürsten Friedrich IV. von der Pfalz ernannt worden war. 1592 setzte er sich für den Erhalt der reformierten Konfession in der Kurpfalz ein und wurde Mitglied des Oberrats, war aber in Fragen des politischen Protestantismus und der pfälzischen Außenpolitik zurückhaltender als die meisten seiner Amtskollegen und riet bespielsweise 1619 von der Annahme der böhmischen Königskrone ab. Er verblieb in Heidelberg, bis er 1621 aufgrund der Kriegsereignisse in seine Geburtsstadt Straßburg fliehen musste. Nach einer kurzen Zwischenphase in Heidelberg 1633/1634 ging er nach Frankenthal, wo er 1636 verstarb. Er war in erster, um 1590 geschlossener Ehe mit Claudine Virot und in zweiter, 1596 geschlossener Ehe mit Agnes Loefen verheiratet. Lingelsheim hinterließ eine umfangreiche gelehrte Korrespondenz, von denen Teile bereits zu seinen Lebzeiten publiziert wurden.

Kommentar

Hainhofer korrespondierte mit Lingelsheim, drei Briefe Lingelsheims an ihn befinden sich in der Universitätsbibliothek Basel (vgl. Walter 2004, S. 352, 458). Da Hainhofer von Friedrich V. von der Pfalz und seiner Frau Elisabeth Einträge in sein Stammbuch erhalten wollte, empfahl ihm Lingelsheim in seinem Schreiben vom 19. Februar 1616, dem kurfürstlichen Paar bei der bevorstehenden Tauffeierlichkeit in Stuttgart das Stammbuch vorzuführen, wodurch sich diese eher „zur wilfahrung bewegen werden lassen“ (Universitätsbibliothek Basel, G I 28:Bl.34–35; vgl. Wenzel 2020, S. 140).

Konfession

  • protestantisch

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