Ulrich Neusesser

✝ 1539

Anderer Name

Ulrich Beer

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Weitere Angaben

Ulrich Neusesser war ein Bauer aus Fiegenstall, bei dem ein Jahr vor seinem Tod durch Selbstmord bei einer durch einen Bader durchgeführten Operation ein großer Metallnagel aus einer Gewebeschwellung des Bauchhöhlen-Becken-Raums entfernt wurde. Er litt beständig unter offensichtlich durch die Fremdkörper in seinem Leib verursachten Schmerzen, die ihn letzlich zu seinem Suizid veranlassten. Nach seinem Ableben wurde er auf eigenen Wunsch auf dem Friedhof des Dorfes obduziert, wobei weitere Gegenstände im Magen Neusessers entdeckt wurden: darunter ein langes Stück Holz, ein Messer, zwei Messerklingen und ein an beiden Seiten spitzes langes Eisenstück.

Die Geschichte des Bauern Ulrich Neusesser erregte seinerzeit Aufsehen und wurde mehrfach publiziert. Ein möglicherweise vom Straßburger Drucker Jakob Fröhlich († 1557) herausgegebener Einblattholzschnitt zeigt eine Abbildung der in Neusessers Magen gefundenen Gegenstände. Vielfach wurden dämonische Mächte, Hexenzauber oder der Satan als Ursache für die Messer und andere ungenießbare Gegenstände im Magen des Bauern angesehen. Der kurpfälzische Leibarzt Johannes Lange (1485–1565) erwähnt den Fall in seinem 38. Brief, betitelt mit „De prodigiis et daemonum in morbis praestigijs“ (erstmals 1554 abgedruckt in Lange 1554, S. 139–140). Der niederländische Arzt Johann Weyer (Wier, Wijr, Wierus, 1515/1516–1588) publizierte Langes Bericht erneut (vgl. Wier 1563, S. 299–300). Der französische Arzt und Astrologe Antoine Mizauld berichtete 1566 über Neusesser (vgl. Mizauld 1566, S. 74–75), wobei er bei Johannes Lange abschrieb. Im Erscheinungsjahr gelangte ein Exemplar von diesem Werk in den Besitz des Johann Georg von Werdenstein, (unehelicher) Vater des mit Hainhofer befreundeten Adam von Werdenstein (heute in München, Bayerische Staatsbibliothek). Auch im englischsprachigen Raum war der Fall bekannt, er wurde von Henry More publiziert (vgl. More 1662, S. 98). Zwei weitere zeitgenössische Berichte fanden als Erklärung für die Gegenstände im Magen Ulrich Neussessers ebenfalls nur das Wirken übernatürlicher böser Mächte. Joseph Georg Suttner (1827–1888) erwähnt in seiner Abhandlung über die Diözesanbibliothek in Eichstätt einen Bericht auf zwei Folio-Blättern, der an eine Frau Rosentaler gerichtet war, über den Vorfall mit Zeichnung der Gegenstände, „die durch eine 4 Jahre zuvor in Eichstätt verbrannte Hexe ihm [Neusesser] sollen eingezaubert worden sein“ (vgl. Suttner 1866, S. 11, Nr. 152). Die 1535 als Hexe hingerichtete Frau war K. Werbell. In der Ratsschulbibliothek von Zwickau ist ein Brief des Predigers Nikolaus Albrecht (Alberti) aus Weißenburg an den lutherischen Theologen Caspar Aquila (Adler, 1488–1560) überliefert (Ms 36, fol. 305a–309a, publiziert bei Clemen 1900), in dem Albrecht eine „schreckliche Historie“ aus dem Dorfe Fiegenstall erzählt mit der Bitte um eine baldmöglichste Beurteilung dieses Satanswerks („Tu mihi quoque tuum iudicium super hoc Sathane opus quam primum poteris, indicato“). Dem Schreiben sind Umrisszeichnungen der im Magen Neusessers gefundenen Gegenstände beigefügt. Nikolaus Albrecht berichtet, dass die Weißenburger Ratsherren die Gegenstände dem Bader (Eucharius Krebs, auch Eucharius Rosenbader genannt) abgenommen und zunächst durch einen eigenen Boten an den Rat nach Nürnberg gesandt hätten. Die Abforderung durch die Ratsherren vom Bader ist auch in deren in Hainhofers Eichstätter Reiserelation von 1611 auf fol. 62v63r abgeschriebenem Bericht an den Eichstätter Bischof vom 20. Oktober 1539 erwähnt, nicht aber die Übersendung nach Nürnberg. Neusesser war am 3. Oktober 1539 verstorben, die von ihm gewünschte Obduktion mit Zustimmung der Obrigkeit, der Verwandten und des Pflegers zu Sandsee fand am Tag danach auf dem Friedhof von Fiegenstall durch den Bader von Weißenburg statt; der Name des Baders von Ettenstatt als Beteiligter ist in Nikolaus Albrechts Bericht genannt, aber durchgestrichen. Die von Albrecht aufgeführten Zeugen der Obduktion sind teils die gleichen wie in den von Hainhofer übernommenen Berichten und auf dem Einblattholzschnitt in Zürich, teils aber unterschiedlich. Gleich sind die Namen von Eucharius Rosenbader aus Weißenburg, des Baders Hans Götz, von Hans, Michael und Leonhard Kühlwein, alle aus Ettenstatt, Georg Baur, Andreas Pulring, Michael Pfahler und Georg Merckle, alle in Fiegenstall ansässig. Leonhard Pfahler lebte laut Nikolaus Albrecht und dem Einblattholzschnitt in Höttingen, laut dem von Hainhofer überlieferten Bericht (allerdings erst von 1564) in Fiegenstall. Als weitere Zeugen nennt Albrecht Veit Müller und Georg Zahn in Fiegenstall, die auch auf dem Einblattholzschnitt vorkommen, bei Hainhofer aber fehlen. Leonhard Merckle wird von Albrecht und Hainhofer genannt, nicht aber auf dem Einblattholzschnitt. Allein bei Hainhofer aufgeführt sind die in Fiegenstall wohnhaften Matthias Baumgartner, Michael Zorn und Hans Baur. Nur auf dem Holzschnitt erscheint der in Ettenstatt ansässige Michael Schauer. Albrechts Gewährsmann war Michael Pfahler, der ihm die Wahrhaftigkeit des Ereignisses versicherte.

Eine „natürliche“ Erklärung für die Messer und andere Gegenstände im Magen Ulrich Neusessers findet sich bei Snell 1891, S. 120–121, wonach Neusesser „melancholisch“, also wohl depressiv war und versucht hatte, sich durch Verschlucken von scharfen Gegenständen umzubringen, „bis er zu dem zweckmässigeren Mittel des Halsabschneidens griff“. Möglicherweise geschah das Verschlucken der Messer, Werkzeuge und Holzteile aber gar nicht mit der Absicht eines Suizids, sondern war eine Zwangshandlung, und die durch die Fremdkörper ausgelösten Schmerzen führten dann zum Selbstmord des Bauern. Die dem Eichstätter Reisebericht Hainhofers beigefügten zeitgenössischen bzw. 25 Jahre später auf Anforderung Kaiser Ferdinands I. entstandenen Dokumente sind äußerst zurückhaltend in der Beurteilung der geschilderten Sachverhalte. Nirgends wird ein Schadzauber o. Ä. als mögliche Ursache explizit genannt, der Vorgang gilt in der Regel als „wunderbarliche[r] fall“ (hier: fol. 62r) ohne weitere Mutmaßungen über dessen Zustandekommen. In einem der Berichte aus dem Jahr 1564 wird hingegen bereits eine soziale und psychologische Erklärung vorgetragen, nach der der frisch verheiratete Ulrich Neusesser aufgrund des ererbten Hofes den Neid und die Missgunst seiner Fiegenstaller Miteinwohner auf sich gezogen und er dies nicht ertragen habe (ebd., fol. 79r).

Kategorien

Konfession

  • katholisch

Vorkommen im Text

  • Eichstätt 1611, fol. 62r: [...] vnd seltzame / sachen in ainem Baurn vnd des Bistumbs / vnd Stiffts vnderthanen ainem, ge- [...]
  • Eichstätt 1611, fol. 62r: Kommentartext
  • Eichstätt 1611, fol. 62v: [...] belangent den wunderbarlichen fall, / so sich vor wenig tagen Vlrich Neusessers / halber zu Füegenstall, nach seinem ab- / [...]
  • Eichstätt 1611, fol. 62v: [...] stuckh, / so Er nach eröffnung des Neusessers / in seinem magen funden, vnd beÿ / handen hette, Vnsers gnedigen Her- / ren von Eÿstetts [...]
  • Eichstätt 1611, fol. 63r: [...] / nung thun, damit obermeltem vnserem / Burger von des abgestorbenen Neusessers / gelassener Wittib vnd Freündschafft [...]
  • Eichstätt 1611, fol. 63v: [...] te Messer vnd anders, so Jhr Bader in Vl- / rich Neusessers Magen funden, welcher sich / zue [...]
  • Eichstätt 1611, fol. 65r: [...] / Stifft, ein wunderbarlicher fall mit einem / Bauren zugetragen, Nemblich, alß derselb krank / gelegen, vnd die Artzet die vrsach seiner kranck- / heit nicht wissen, noch Jhme wider zu [...]
  • Eichstätt 1611, fol. 65v: [...] , zusampt / den abgemahlten stucken, so die verstorben Per- / son im Magen gehabt, auch derwegen Kundt- / schafften, von dem Thumb Capitel vnd Rath zu [...]
  • Eichstätt 1611, fol. 66r: Kommentartext
  • Eichstätt 1611, fol. 66r: [...] falls halben, so sich vor etlich verschinen Jahren, / mit einem vnsers Stiffts gewesenen Vnderthan / zue Füegenstall, von dem vf seinen Tödlichen / [...]
  • Eichstätt 1611, fol. 66v: [...] gedachter Römischer Keÿserlicher Meÿestät guten gründten / bericht, wie es sich mit Jhme allerdings ver- / loffen vnd begeben hat, thun möchten, So / ist Hiemit an Euch vnser beuelch, Jhr wollet [...]
  • Eichstätt 1611, fol. 66v: [...] desselben thun vnd lassen gewusst, für euch / erfordern, vnd mit allem fleiß beÿ Jhnen / erkundigen, ob sie beÿ gedachtes abgangenen / Menschen aufschneiden gewesen seÿen, vnd / gesehen haben, das also auß seinem magen / oder sonst auß seinem leib, obberürte [...]
  • Eichstätt 1611, fol. 67r: [...] falls halben, so sich vor etlich verschine Jahren, / mit einem vnsers Stiffts gewesenen Vnder- / thanen zu Füegenstall, von dem vf seinen / tödtlichen abgang, auß seinem magen vnd [...]
  • Eichstätt 1611, fol. 67v: [...] / Kaÿserlicher Maÿestät guten grundten bericht, wie es / sich mit Jhme allerdings verloffen vnd be- / geben hat, thun möchten, So ist hiemit an / Euch vnser beuelch, Jhr wollet euch gehn [...]
  • Eichstätt 1611, fol. 67v: [...] thun vnd lassen gewusst, für euch erforderen, / vnd mit allem fleiß beÿ Jhnen erkundigen, ob / sie beÿ gedachts abgangenen Menschen auf- / schneiden gewest seÿen, vnd gesehen haben, das / also auß seinem magen oder sonst [...]
  • Eichstätt 1611, fol. 68r: [...] / Gnaden Vnderthanen zue Füegenstall begeben, / dasselbig wider gründlich zu erkundigen, sol- [...]
  • Eichstätt 1611, fol. 68r: [...] rstlichen Gnaden Vnderthanen / thun vnd lassen gewest, sonderlich den Bader / [...]
  • Eichstätt 1611, fol. 68v: [...] / Hannß Götzen zue Ettenstatt , so denselben mit / schwerer beladener Kranckheit aufgeschnitten, / die wunderbarliche [...]
  • Eichstätt 1611, fol. 69r: [...] Warhafftiger bericht vnd anzaigung des zue- / getragenen Mirackels, an dem verstorbenen / Vlrich Neusesßer Seeligen welcher auf dem nechsten / Hof zue [...]
  • Eichstätt 1611, fol. 69r: [...] vnd Badmacher daselbst, es Hab sich Anno 41 zu / getragen, das Vlrich Neüsesser von Walting / bürttig, Seßhafft zue [...]
  • Eichstätt 1611, fol. 69v: [...] genennet, erfragt, welcher / sich vnderfangen Jhme zuhelffen, vnder solchem / derselbige Artzt mittler weil, alß er an Jhme / geartzneÿet, mit einem messer gestochen wor- / den, das bemelter Artzt daruon gestandten, / [...]
  • Eichstätt 1611, fol. 69v: [...] nach demselben, ist des mehrgemelten Vlrich / Neusessers Vatter, an Jhne obbemelten Hanns / Götzen, mit fleissiger bitt kommen, seinen Sohn / in der hailung anzunehmen, das Er sich gefär- / lichkeit von Jme zu gewartten besorget [...]
  • Eichstätt 1611, fol. 69v: [...] , solches / begehren abgeschlagen, iedoch sich letzlich sein / vnderstanden, alß er Jhne Vlrich Neusesser / besichtiget, da hat er in der lincken seitten / [...]
  • Eichstätt 1611, fol. 70r: [...] , so noch / daselbst beÿ leben, derselben Zeit ein lediger / Gesell, des krancken Vlrich Neusessers Bruder. / Alß nun die bemelten Vier Personen entgegen [...]
  • Eichstätt 1611, fol. 70v: [...] schmaltzig, hat also / dem ermelten Vlrich Neusesser solchen auf- / geschnittenen Beülen geheilet, vnd ein Jahr, / weniger zween tag darnach gelebt. [...]
  • Eichstätt 1611, fol. 70v: [...] / Das Ander Miracul, an dem / verstorbenen Vlrich Neusesser / ergangen. / Weiter, wie gemelter Vlrich Neusesser hail wor- / [...]
  • Eichstätt 1611, fol. 70v: [...] gethan, Jhme ein klein besonder / Stüblein, sein wohnung vnd aufwarth darin / zu Haben, gebawet, darinn er sich enthalten , / letzlich ein langes beÿmesser, so zimblich brait [...]
  • Eichstätt 1611, fol. 71r: [...] nen that, Jhme Hannsen Gotzen zugesprochen, / den verwundten Vlrich Neusesser zuuerbinden, / dessen er sich allein zu thun, weill der stich gantz / Tödtlich gewesen, beschwert, eines Artzet zu ihme [...]
  • Eichstätt 1611, fol. 71v: [...] kommen, an dem Krancken nichts versaumet, / ist das Hochwürdig Sacrament Jhme Vlrich Neuseß- / ser, weil er gantz schwach worden, vnd nicht ge- / niessen können, durch Herrn Hannsen Lÿnsamer / [...]
  • Eichstätt 1611, fol. 71v: [...] verstorbenen [...]
  • Eichstätt 1611, fol. 73v: [...] wein gebrüder zu Ettenstatt, vnd des verstor- / benen Vlrich Neusessers seeligen Hausfraw, / [...]
  • Eichstätt 1611, fol. 74v: [...] ber, (so sich verschinen 39ten Jahrs, mit einem mei- / nes Stiffts gewesenen Vnderthan, Vlrich Neu- / sesser genant, Jm dorff Füegenstall, vnge- / fehrlich auf 3 meil wegs von [...]
  • Eichstätt 1611, fol. 75r: [...] geschribenen stucken, wie sie gemelter maß- / sen von dem Neusesser geschnitten, vnd hieuor / weiland meinem lieben Vorfahren, Bischoff / Moritzen am [...]
  • Eichstätt 1611, fol. 75v: [...] t / gnedigsten bedencken vnd gutachten, offt- / berührte auß Vlrich Neusesser geschnittene / stuckh, beÿ dero Kaÿserlichen [...]
  • Eichstätt 1611, fol. 76r: [...] der sich mit einem vnsers stiffts gewesenen Vn- / derthan zu Füegenstall, Vlrich Neusesser / genant, begeben, von welchem nach seinem / absterben, etliche viel [...]
  • Eichstätt 1611, fol. 76r: [...] Neu- / sesser [...]
  • Eichstätt 1611, fol. 76v: [...] auß Vlrichen Neusesser geschnittene / stuckh [...]
  • Eichstätt 1611, fol. 77v: [...] Materien / vnd stuckh, so weÿland deiner Andacht Stiffts / Vnderthan Vlrich Neusesser, in seinem Magen / gehabt, vnd verschiner Jahren nach seinem Töd- / lichen abgang auß Jhme geschnitten worden, sampt [...]
  • Eichstätt 1611, fol. 78r: [...] / fern sie dessen anderst wissen tragen, vnd / in erfahrung gebracht, wie lang gedachter / Neusesser, vor seinem absterben, angereg- / ter in seinem magen gehabter materien / [...]
  • Eichstätt 1611, fol. 78v: [...] gnedigst v̈bersandt, zukommen, / mir mündtlich anzeigt, solchem schreiben, wie / es mit dem verstorbenen Vlrich Neusesßer Seeligen / seiner Jngeleibten seltzamen wunderbar- [...]
  • Eichstätt 1611, fol. 78v: [...] ge erfahrung eingenohmen, welche mir an- / zeigen, Alß sich gemelter Vlrich Neusesser / Seeliger [...]
  • Eichstätt 1611, fol. 79r: [...] Gnediger Fürst / vnd Herr, wie Jch bericht werde, so hat genanter / Vlrich Neusesser den Hof zu Füegenstall, den / an ietzo [...]
  • Eichstätt 1611, fol. 79v: [...] mit zuschickhung der Materien vnd stuckhen, / so auß weiland Vlrichen Neusessers von Füe- / genstall Magen geschnitten worden, mit / gnedigstem begehren gethan, des schmertzens [...]
  • Eichstätt 1611, fol. 79v: [...] Neusessers [...]
  • Eichstätt 1611, fol. 80r: [...] st / zuempfangen, vnd darauß zuuernehmen / haben, das gedachter Vlrich Neusesser vor sei- / nem ableiben , biß in das ander Jahr, nicht [...]
  • Eichstätt 1611, fol. 80v: [...] gesessen mit / Nahmen Vlrich Beer. [...]
  • Eichstätt 1611, fol. 80v: [...] , vnd hat noch / einen Nagel, den er auch von Jhm geschnitten, / vnd wider geheilet, hat gedachter Beern Vle / noch etlich zeit darnach gelebt. / [...]

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