Eberhard von Rappoltstein

* 1570
✝ 1637

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Weitere Angaben

Eberhard von Rappoltstein war Kämmerer von Kaiser Matthias und ab 1627 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft. Er war in erster Ehe ab 1589 mit Anna von Salm-Kyrburg verheiratet und in zweiter, 1609 geschlossener Ehe mit Agathe von Solms. Es existieren Kupferstichporträts von ihm (z. B. Mortzfeld, A 27655).

Kommentar

Eberhard von Rappoltstein besaß zwei alte Schachbücher, die er aus seiner Bibliothek aus Straßburg kommen ließ. Hainhofer wollte nach seiner Rückkehr in Augsburg diese dem am Schachspiel sehr interessierten Herzog August d. J. zu Braunschweig-Lüneburg als Leihgabe des Grafen von Rappoltstein zuschicken, der sie nach der Lektüre zurückerhalten wollte. (vgl. Gobiet 1984, S. 128, Nr. 171). Mit Schreiben vom 21. Oktober 1615 sandte Herzog August die Schachbücher an Hainhofer zurück, der sie zusammen mit dessen Danksagungsschreiben an Rappoltstein weiterleiten sollte (Gobiet 1984, S. 138, Nr. 189; zum Autor der Schachbücher, Jacobus de Cessolis,vgl. ebd., S. 137, Anm. 12).

Der elsässische Adlige schenkte zudem dem in Calw lebenden Theologen Johann Valentin Andreae (1586–1654) ein angebliches Gemälde von Holbein mit der Bekehrung des Paulus (Andreae 1799, S. 121; Wurm 1887, S. 130). Am 11./21. Oktober 1643 schrieb Andreae an Hainhofer, dass ihm Eberhard von Rappoltstein nach der Niederbrennung Calws mit einem Geschenk 100 Gulden ausgeholfen habe (HAB, Cod. Guelf. 74 Noviss. 2°, fol. 102r). Diese Information gab Hainhofer in seinem Brief an Herzog August d. J. vom 19./29. Oktober 1643 weiter (Gobiet 1984, S. 732, Nr. 1371).

Konfession

  • protestantisch

Vorkommen im Text

  • Wildbad/Heidelberg/Durlach 1615, fol. 231v: [...] / seim weib zu dancken habe, vnd hat Herzog Achilles / Fridrich von Würtemberg vnd Graff Eberhart vnd von / Rappoltstein mit grossem verlangen meiner vnd mei- / nes stammbuechs erwartet, mich gleich empfangen, [...]
  • Wildbad/Heidelberg/Durlach 1615, fol. 232r: [...] / vnd theilß von Jhren herrschafften, so beÿ Straßburg / sein, lasset herkommen, vnd helt sich dieser Graff / sehr statlich, hat in die 20. Personen beÿ sich, schön / Frawenzümmer, schöne pferdt, ein schön frewlen von seiner / [...]
  • Wildbad/Heidelberg/Durlach 1615, fol. 232r: [...] ist fro das / sie ansprach mit meiner basen bekommen, vnd Jhr Herr / ist fro das er mich bekommen, lauffet immer zu mir in / das zümmer, allß wan er daheim were, wie dann er / [...]
  • Wildbad/Heidelberg/Durlach 1615, fol. 232r: [...] mich fast immer ohn ein Kreeß fünden, / wan Jch im schreiben bin, der Graff ist heut 2. / stundt beÿ mir gesessen, hat diesen brieff gelesen, / weil [...]
  • Wildbad/Heidelberg/Durlach 1615, fol. 232v: [...] / Heut bin Jch wegen dieses brieffs, vmb die post nit / zuuersaumen, nie hinein kommen, in das badt, so hat Er vnd / Herzog Achilles dreÿmal nach mir geschickt, entlich da Jch / [...]
  • Wildbad/Heidelberg/Durlach 1615, fol. 232v: [...] / ehren sie mich mit wildtpret, mit früchten, mit salmen / vnd endten, hab dem Graffen auch schon vil, sowol alß / dem Fürsten von [...]
  • Wildbad/Heidelberg/Durlach 1615, fol. 233r: [...] briefflein nacher Mechelburg nit mehr verfertigen khan, / (weil der Graff vnd seine leuth mich vmb 3. stundt / heut gebracht, vnd Jchs nit auß dem zümmer schaffen / dürffen, inmassen er eben will, das Jch soll zur [...]
  • Wildbad/Heidelberg/Durlach 1615, fol. 233r: [...] Jezt im beschluß empfangt Herr Graff beÿ aignem botten / schreiben auß seinen Herrschafften vnd vom Erzherzogen Leo- / poldo, das die [...]
  • Wildbad/Heidelberg/Durlach 1615, fol. 233v: [...] Euer Fürstlichen Gnaden gesundheit ainß / lassen herumb gehen, Jst wol ein wackerer ansehenlicher / Herr, vnd sehr trewherzig, hat auch wackere vom / Adel beÿ Jme, die Jhm aufwarten, vnd meint er habe / den grösten schaz an antiquiteten, der im [...]
  • Stuttgart 1616, fol. 218v: [...] Schwester, die Frau von Rappoltstain, mein gar be- / kandte gnedige Fraw, dern Herr mir, vnd Sie mei- / ner Hausfrauen gar gnedig vnnd seer freundtlich zue [...]

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