Hartmann Renner

Wirkungsdaten: nachgewiesen 1603–1620

Weitere Angaben

Der Stiftskanoniker bei St. Andreas in Worms, Hartmann Renner, aus Ladenburg stammend, war zum Protestantismus konvertiert und hatte das mit seiner Pfründe verbundene kaiserliche Lehen der Universität Heidelberg samt zugehörigem Stiftshaus überlassen. Daraufhin kam es 1604 zu einem gerichtlich ausgestragenen Streit zwischen dem Bischof von Worms, Wilhelm von Efferen, der die Herausgabe der Lehen verlangte, und der Universität. Der Bischof wandte sich an den Kaiserhof sowie an die Prager Nuntiatur, die drei geistlichen Kurfürsten und an den Papst. Der Reichshofrat erstellte am 10. Januar 1605 ein an den Kaiser gerichtetes Gutachten zugunsten des Bischofs. Renner, der vom Kurfürsten von der Pfalz unterstützt wurde, wurde 1607 kurpfälzischer Rechenkammerrenovator und ist 1611 als solcher und als Ratsdiener der Universität Heidelberg nachgewiesen (Urkunde vom 20. Mai 1611, Universitätsarchiv Heidelberg, XII,2 Nr. 1205), ebenso 1615 (Urkunde vom 14. Juni 1615, Universitätsarchiv Heidelberg, XII,2 Nr. 135). 1620 heiratete Renner die Tochter des Landschreibers Theoderich Reuter zu Alzey. Er lud die Universität zur Hochzeit ein und bat, dass ein Mitglied derselben zur Teilnahme an der Feier abgeordnet werde. Die Universität nahm die Einladung an und bestimmte für Renner als Hochzeitsgeschenk einen Ehrenpokal im Wert von 20 Gulden (vgl. Hautz 1864, S. 160).

Konfession

  • katholisch
  • protestantisch

Vorkommen im Text

  • Regensburg 1613, fol. 57v71v: [...] Mülheim/ / Odenheim/ Jtem der Rennerischen im Stifft Wormbs/ / hochangelegenen vnd andern abgevrtheilten vnd [...]

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