Augustin Haimbl

✝ 1629

Weitere Angaben

Augustin Haimbl, Sohn von Martin Haimbl, Regimentsrat in Straubing 1585 bis 1590, 1590 bis 1603 Geheimsekretär Herzog Wilhelms V. von Bayern, und Ursula Haindl, verheiratet mit Justina, war Kammerdiener und seit 1627 auch Hofbibliothekar Herzog bzw. Kurfürst Maximilians I. von Bayern. Er führte Erwerbungen bedeutender Kunstwerke, darunter der Vier Apostel von Albrecht Dürer, durch. Er ist mit dem Studenten August Haimbl aus Straubing identisch, der 1601 in Dillingen immatrikuliert war und sich dort 1602 in das Stammbuch des Johannes Walter Unz eintrug (Anna-Amalia-Bibliothek, fol. 166v, https://haab-digital.klassik-stiftung.de/viewer/image/1295543001/7/). Im Jahr 1604 wird als er Minderjähriger gemeinsam mit seinem Bruder Hieronymus, Kammerdiener des Herzogs Albrecht, als Besitzer eines Hauses in München erwähnt, das zuvor ihren Eltern gehört hatte (Platzl, Nr. 4, Haus A). 1621 erwarb er das Haus Residenzstr. 21.

Kommentar

Hainhofer berichtete am 5./15. August 1624 an Herzog August d. J. zu Braunschweig-Lüneburg über Haimbl: „Augustin Hambl Churf Drl In Baÿrn obristen Cammerdiener ain gelehrter vnd viler sprachen auch der architectur vnd mahlerÿ khundiger gesell ... hat schon etlich mahl beÿ mir anghalten, Ihme EFG bildnuß außzubitten … khündte man Ihme ainen pfening nur ohne Cranz machen lassen, vnd wurdt er solche verehrung für grose gnad halten, er gilt beÿ Baÿrn sehr vil, ist auch kunst Cammrer ...“ (zitiert nach: Gobiet 1984, S. 425, Nr. 758). Zuvor hatte er ihn bereits in Zusammenhang mit der Beschaffung von Literatur für die kryptographischen Studien des Herzogs genannt: „[…] Ich vermuete, es seÿe nit leickhart, sondern der Hambl gewest, der geschrieben, das zu Straubingen ain exemplar verhanden gewest, so man für nigromantisch ghalten, vnnd dannehero verbrent habe“ (Brief vom 6./16. Dezember 1621, zitiert nach: ebd., S. 348, Nr. 607). Am 19. Februar 1625 besichtigte Haimbl Hainhofers Kunstkammer (vgl. ebd., S. 445, Nr. 799).

Konfession

  • katholisch

Vorkommen im Text

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